Oberschule Elstal

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Ganztagskonzeption der Oberschule Elstal

Kurzbeschreibung: Unsere Ziele, Arbeitsformen und Schwerpunkte
 
Unser Leben wird von immer rascher auftretenden und tiefgreifenderen Veränderungen begleitet und bestimmt. Wir können und wollen uns diesen Neuerungen nicht entziehen, sondern werden mit ihnen leben und kommende Generationen darauf vorzubereiten haben.
Vor diesem Hintergrund erscheint es nun notwendig, eine neue, dem heutigen Leben und Lernen angemessene Schule zu konzipieren.
Das "alte Lernen und Leben" funktioniert nicht mehr zufriedenstellend. Das spiegelt sich auch in dem schlechten Abschneiden europaweiter Untersuchungen zum Bildungsstand deutscher Schüler wider.
Unsere Schule möchte durch erweiterte Bildungs- und Betreuungsangebote Vermittler, Helfer und Begleiter auf diesem Wege sein, zumal elterliche Erziehung schwieriger zu werden scheint. Die Eltern sollen bei der Wahrnehmung Ihrer Verantwortung nicht allein gelassen werden.
Unser Ganztagsangebot wird ein wichtiger Beitrag zur Verein barkeit von Familie und Beruf sein.

Ganztagskonzept
 
Inmitten verschiedener Menschen und deren Kulturen, der zunehmenden Globalisierung und Mobilität wollen wir als Schule dazu beitragen, dass Toleranz und Offenheit das Leben unserer Schüler im vereinten Europa mitbestimmen.

Dazu müssen soziale Handlungskompetenzen erlangt und gepflegt werden. So lassen sich eigene Spielräume im Leben leichter erkennen und gestalten.

Schule von heute soll sich nach außen öffnen. Wir wollen uns mit Kooperationspartnern unserer Region dieser Aufgabe stellen und für Schülerinnen und Schüler interessante Angebote schaffen.

Wenn Schule einen Großteil des Lebens unserer Schüler ausmacht, ist es nicht zeitgemäß, dieses nur auf Lernen am Vormittag zu beschränken. Schule kann Lehre, soziales Lernen und Freizeit an einem Ort vereinen. Wir wollen unterrichtliche Angebote inhaltlich mit offenen Angeboten aus den Bereichen Kunst, Sport, Arbeit, Umwelt, Soziales und Medien verknüpfen. Dies soll uns in enger Zusammenarbeit mit Familien, Betrieben, Vereinen, Behörden und anderen Bildungsstätten gelingen. Unsere Schule soll eine große Lernwerkstatt sein, in der Schüler sich auf ihr späteres Leben in zunehmend eigener Regie vorbereiten können.

Sie sollen ihre Talente ausloten und Schwächen überwinden lernen. Einen allumfassenden, hervorragenden Lernort in Elstal beschreibt die Gewinnerkonzeption des Architektenwettbewerbs 2003, die einen schulischen Ganztagsbetrieb ermöglicht und unseren Schülern vielfältige Erfahrungswelten bieten kann.

 
Bereits seit dem Schuljahr 2001/2002 arbeitet unsere Schule nach eigenem Schulprofil. Dieses soll beibehalten und ausgebaut werden, da hier bereits der sogenannte Nachmittagsunterricht vielfältige Angebote und abwechslungsreiche Arbeitsformen bietet. Seit 3 Jahren bestehen Kooperationen mit 22 Betrieben der Region zur Realisierung des Projektes "Betriebstage". Im Schuljahr 2005/06 soll "Praxislernen" in Klasse 8 eingeführt werden. Eine entsprechende Konzeption wird gemeinsam mit Eltern und Betrieben erarbeitet.

Seit dem Schuljahr 2003/2004 wurden im School-Club "Oase" zusätzliche Freizeitangebote erprobt, um die Interessen der Schüler zu erfassen und die Schülerinnen und Schüler auf einen künftigen Ganztagsschulbetrieb vorzubereiten.

Im Schuljahr 2000/2001 wurde die Schulpartnerschaft mit der Schule für Geistigbehinderte in Markee begründet.
Gelebte Toleranz und Offenheit in gemeinsamen Projekten und Veranstaltungen werden auch in den Folgejahren das schulische Leben bereichern.

In Fragen der personellen und inhaltlichen Absicherung von Schulsozialarbeit und Umweltprojekten möchten wir auch in den nächsten Schuljahren mit dem ASB Falkensee und dem Mikado e.V. Nauen eng zusammenarbeiten. Die seit Jahren bewährte Unterstützung des Horizont e.V. Nauen zur Arbeit mit straffällig gewordenen Jugendlichen wird unsere Schule fortsetzen, da wir gerade als kleine Schule hier eine besondere Verantwortung tragen.
Dabei soll in einer Übergangsphase der offene Ganztag eine Gewöhnung der Schüler an den verlängerten Schulalltag bringen, eine Auslotung ihrer Interessen im Freizeitbereich ermöglichen und die Erprobung der Kooperationsmöglichkeiten mit den Partnern der Region erfolgen.

Mit unserer Ganztagskonzeption wollen wir an bereits Bewährtes anknüpfen, dieses durch neue Kooperationen bereichern und durch regelmäßige Evaluierung eine niveauvolle Arbeit sichern.

Mit Inbetriebnahme der neuen Unterrichtsgebäude nach Abschluss der Bauphasen ist ein Übergang zur gebundenen bzw. teilgebundenen Ganztagsform beabsichtigt, um die idealen räumlichen Möglichkeiten der Baukonzeption im Ganztagsbetrieb optimal nutzen zu können.

So möchten wir uns als die weiterführende Schule der Gemeinde Wustermark als Ganztagsschule Elstal den Herausforderungen einer zeitgemäßen
Bildung,
Betreuung,
Erziehung
und
Begleitung der jungen Menschen in die Zukunft
stellen.

 
Grundsätze für die Erziehungs- und Unterrichtsarbeit
unseres vorliegenden S c h u l p r o g r a m m e s
 
  1. Die Schüler sollen verstärkt zum selbständigen Lernen befähigt werden. Dabei stehen Teamfähigkeit, soziales Lernen, Kreativität, Kritikfähigkeit, Verantwortungsbewusstsein, Ausdauer sowie eigenständiges Erkennen und Lösen von Problemen im Mittelpunkt.
  1. In den unterschiedlichen Unterrichtsformen, der Hausaufgabenbetreuung und der Angebote der Kooperationspartner erhalten alle Schüler die Möglichkeit einer zusätzlichen Förderung auf dem Wege zu einem erfolgreichen Schulabschluss. Sowohl Begabtenförderung, als auch die Unterstützung lernschwacher Schüler ist uns wichtig. Dabei ist ein Schwerpunkt der Arbeit auch die Förderung, Betreuung und Eingliederung von Schülern mit sonderpädagogischem Förderbedarf (z. B. Schüler mit LRS, Sprachauffälligkeiten und Lernbehinderungen).
  1. Um den gesellschaftlichen Veränderungen Rechnung zu tragen, muss der Erziehung und Wertorientierung große Bedeutung beigemessen werden. Vordergründig geht es dabei um Toleranz und Offenheit, Verantwortung, Pflichtbewusstsein und eine Stärkung des Selbstwertgefühls, um die Schüler erfolgreich auf den Einstieg in ihr Berufsleben vorzubereiten. Die Gewaltprävention ist hierbei ein besonderer Schwerpunkt unserer Schule, der zu einem möglichst konfliktfreien Miteinander aller an Schule Beteiligten führen soll.
  1. Gestaltung eines flexiblen Übergangs in die Berufs- und Arbeitswelt durch verstärkende Berufsorientierungsangebote. Praxislernen in Klasse 8, Betriebstage Klasse 9 und Praktika Klasse 10 sollen zum Abbau individueller Leistungsdefizite sowie zur Förderung individueller Potentiale und Stärken führen.
  1. Schule hilft durch vielfältige Angebote, die Schüler an die sinnvolle Freizeitgestaltung heranzuführen.

    Schüler, Eltern und Lehrer treten gemeinsam für das Erreichen oben genannter Zeile ein, wobei die Schule für alle überschaubar sein und zunehmen für das gesellschaftliche Umfeld geöffnet werden soll.

 
Unser Ganztagsschulmodell als Wochen-Zeit-Plan (Stand 2007/08)
 
 
Montag
Dienstag
Mittwoch
Donnerstag
Freitag
 

ab 07:00 Uhr offener Frühbeginn
(HA-Zimmer, Freizeiträume)

1
07:30 - 08:15
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
2
08:20 - 09:05
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
 

1. große Pause
(Cafeteria, Freizeiträume, Pausenhof, Sporthof)

3
09:25 - 10:10
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
4
10:20 - 11:05
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
5
11:15 - 12:00
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
 

2. große Pause
(betreutes Mittagessen, Cafeteria, Freizeiträume, Pausenhof, Sporthof)

M
12:30 - 13:15
AGs, HA-Zimmer, Freizeiträume
Unterricht
AGs, HA-Zimmer, Freizeiträume
AGs, HA-Zimmer, Freizeiträume
Unterricht
6
13:20 - 14:05
Unterricht
Unterricht
Unterricht
Unterricht
7
14:10 - 14:55
freiwilliges
HA-Zimmer
freiwilliges
HA-Zimmer
freiwilliges
HA-Zimmer
freiwilliges
HA-Zimmer
freiwilliges
HA-Zimmer

 

 
 
Organisation der Hausaufgabenbetreuung (Stand 2007/08)
 
Das Anfertigen von Hausaufgaben ist ein grundlegender Bestandteil einer entwickelten Schülerlernkultur, die entscheidend den Erfolg der Schulkarriere mit beeinflusst.
Inhalte dieser Lernkultur sollten alle Lerntechniken des eigenständigen und eigenverantwortlichen Lernens umfassen.

Das Hausaufgabenzimmer, das von Montag bis Freitag ist der Ort, an dem die Schüler auf freiwilliger Basis Hilfe und Anleitung beim Üben, Vertiefen und Recherchieren (z. B. Internet) erhalten können. Nach Möglichkeit werden auch Betreuungslehrer eingesetzt.

Insbesondere haben Schüler der Jahrgangsstufe 9, die mit der Ausarbeitung einer Jahresarbeit beauftragt worden sind, an diesem Ort die Gelegenheit, Hilfe zu finden.

Als Ergebnis einer Schüler-Eltern-Lehrer-Beratung kann die ständige Inanspruchnahme der Hausaufgabenbetreuung angeordnet werden (z.B. im Rahmen eines Verhaltensvertrages oder einer Lernzielvereinbarung). Die Betreuer dieses Hilfsangebotes achten darauf, dass sich überschaubare Lerngruppen zur Hausaufgabenhilfe einfinden. Für die inhaltliche Qualität der Arbeit ist der jeweilige Schüler selbst verantwortlich.

Die Schule beabsichtigt ein schulinternes Schülerhelfersystem aufzubauen. Schüler helfen Schülern durch Nachhilfe.
Ein Anerkennungsbonus wird zwischen Schülern und Eltern vereinbart. Die Schule bemüht sich um geeignete Schülermentoren und regelt die Raumfrage.

 
 
Lese-Rechtschreib-Schwäche (Stand 2007/08)
 
Wir sind bemüht, Schüler mit attestierter Lese-Rechtschreib-Schwäche an die ausgewiesenen LRS-Zentren zu vermitteln.

In jenen Fällen, die aufgrund fehlender Kapazität der LRS-Zentren keine Unterstützung finden, erhalten zusätzliche Hilfe in der ASB-Schulsozialstation.
In Absprache mit dem Schulpsychologischen Dienst sind Soft- ware-Pakete erworben worden, die von den betreffenden Schülern genutzt werden können, um an ihren Lese- Rechtschreibschwierigkeiten unter Anleitung zu arbeiten.

Den Schülern mit attestierter LRS räumt die Schule auf Antrag der Eltern Sonderbedingungen in der Bewertung ihrer Leistungen gemäß VV-LRS vom 30.06.01, Nr. 5, Abs. 3 ein.

 
 
Zusätzlicher Deutschunterricht (Stand 2007/08)
 
Für unsere Nicht-Muttersprachler findet in unserem Hause eine Zusatzförderung statt.
Diesen Schülern soll bei Tests und Klassenarbeiten ein weiter gefasstes Zeitkontingent zugebilligt werden.

In der Schulsozialstation des ASB finden sie den Ort, wo sie ungestört ihre Testaufgaben absolvieren können.

 
 
Kostenbeteiligung der Eltern (Stand 2007/08)
 
Um interessante Kooperationspartner für den Ganztagsbetrieb in der Region zu finden, wollen wir sowohl kostenfreie als auch kostenpflichtige Angebote den Schülern zugänglich machen.

Die kostenpflichtigen Angebote sollen für die Eltern finanziell erschwinglich sein, um Chancengleichheit für die Schüler zu wahren. In der AG "Koch- & Backstudio" wird ein geringer Unkostenbeitrag für die verwendeten Zutaten erhoben, alle anderen derzeitigen Angebote der Schule und der Kooperationspartner sind für Eltern völlig kostenfrei.

 
 

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