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2. Unternehmertag an der Heinz Sielmann Oberschule Elstal

Unternehmen der Region stellen sich vor und werben um Azubis

Noch nie waren die Chancen für Jugendliche so günstig wie heute, einen Ausbildungsplatz zu bekommen.

Das war in der Bundesrepublik nicht immer so. Die Vergangenheit war vorwiegend von einem Mangel an Ausbildungsplätzen geprägt. Die Betriebe hielten sich bei schlechter Konjunkturlage sogar mit Ausbildungsplätzen zurück, so dass die Politik  eine Ausbildungsplatzabgabe ins Gespräch brachte, um ausbildungsresistente Betriebe zur Einrichtung von Ausbildungsplätzen zu bewegen.

Ganz anders die heutige Situation. Dank des demographischen Wandels hat sich die Lage auf dem Ausbildungssektor grundlegend geändert. Heute bangen die Betriebe um Nachwuchskräfte. Man spricht vom Fachkräftemangel, ein Begriff, der umschreibt, dass die Weltmarktführerschaft vieler bundesdeutscher Betriebe als gefährdet betrachtet wird, wenn nicht langfristig wirkende Änderungsmaßnahmen ergriffen werden.

Die Heinz Sielmann Oberschule in Elstal hat sich schon frühzeitig ein Wirtschaftsprofil mit Berufsorientierung gegeben. Die Schüler sollten schon zu Beginn ihrer Schulzeit auf die Erfordernisse des Berufslebens vorbereitet werden, und zwar in enger Anbindung an die berufliche Praxis in den Betrieben der Region.

Dieses Konzept ist über die Jahre hin ausgefeilt worden und zum prägenden Charakteristikum der Heinz Sielmann Oberschule geworden. Ein besonderer Schwerpunkt  wird in der achten Jahrgangsstufe gesetzt, wo die Schüler im Rahmen einer Potentialanalyse im Jugendaufbauwerk Nauen erfahren, für welche Berufe sie eventuell geeignet sein könnten.

Um Schüler und Ausbildungsbetriebe in der  Region um den Schulstandort Elstal  herum einander näher zu bringen, entwickelte seinerzeit der Gemeindevertreter Tobias Bank die Idee, eine lokale Ausbildungsmesse, den sogenannten
Unternehmertag, einzurichten. Dieser Unternehmertag wurde erstmals im Schuljahr 2010/2011 durchgeführt.

Die Idee des Unternehmertages  wurde nun am 6. September wieder aufgegriffen und vom Fachbereich Wirtschaft-Arbeit-Technik (WAT) erneut in die Tat umgesetzt.

Neun Betriebe und Einrichtungen der Region, die im Bereich des Gewerbegebiets der Gemeinde Wustermark operieren, stellten sich in der Oberschule in Elstal vor: Hauptsächlich Logistikunternehmen aber auch kleine mittelständische Betriebe des Dienstleistungssektors. Sie stellten sich den Fragen der Schüler aus den Klassen 9 und 10 und erklärten ihnen die  Arbeitsbereiche, für die sie sich ausbilden lassen könnten.

In der Auftaktrede dieses 2. Unternehmertages der Oberschule in Elstal stellte die Fachkonferenzleiterin des Fachbereichs WAT, Frau Borrmann, den Anspruch der Veranstaltung heraus: „Diese Veranstaltung soll dazu beitragen, dass sich Schüler über den Stand des Ausbildungsmarktes der Region informieren und dass die Erwartungshaltung beider Seiten sowohl der Betriebe als auch der künftigen Auszubildenden wechselseitig abgeglichen werden.“

Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben. Ein Spruch aus der Antike, so aktuell wie heute. Der Unternehmertag  war ein weiterer Schritt auf dem Weg, schulische Unterweisung mit den Erfordernissen des späteren Arbeitsmarktes zu verquicken und die zukünftigen Schulabgänger möglichst praxisnah und hart am Ausbildungsmarkt orientiert, auf ihre berufliche Zukunft vorzubereiten.

Herr Schreiber, Bürgermeister der Gemeinde, tat in seiner Ansprache ein Übriges, um die Vorzüge der lokalen Wirtschaft in Bezug auf Ausbildungsmöglichkeiten hervorzuheben. Immerhin sind 1.200 Arbeitnehmer im Gewerbegebiet beschäftigt. Er empfahl den künftigen Schulabgängern, die Angebote der regionalen Wirtschaft zu nutzen und durch ihre Entscheidung für die Region auch deren Wirtschaftskraft zu stärken.

Elstal, den 25. September 2012
G.Stängle

 

Wir danken ganz ausdrücklich den beteiligten Unternehmen und Einrichtungen:

Mahle GmbH
Kraftverkehr Nagel
Panther packaging
DHL Freight GmbH
Tiefkühllogistik Center
Transport und Fördertechnik
Friseursalon Hölger
Wohnungsverwaltung Bommer
Agentur für Arbeit