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Oberschule Elstal > Terminkalender > 2008-09 > Theater-Premiere "Emely in trouble"

Theater-Premiere "Emely in trouble"

„Emely in trouble“ vor 130 Zuschauern am Freitagabend (26.06.09) aufgeführt.
Viel Lob und Beifall für die IOS-Theatergruppe an der Oberschule Elstal.

Sketche und kleine Theaterstücke, ja Theaterversionen von Romanausschnitten hat es an der Oberschule Elstal schon öfters gegeben. Dass eine Theatergruppe eigens zu einem Abend einlud, um ihre Produktion einem kritischen Publikum vorzustellen, das stellte für die Schule ein Novum dar.
„ Emely in trouble“, ein Stück, das im Wilden Westen angesiedelt ist und von der heranwachsenden Emely erzählt, die irgendwo in den Weiten der Prärie, in einem anrüchigem Saloon aufwächst, wurde am Ende der Vorstellung von zirka 130 Zuschauern beklatscht; die Akteure während der anschließenden Premierenfeier mit viel Lob bedacht.

Craig Thomas, der mächtigste Mann in Tombestone, so heißt der anheimelnde Ort, wird vom Schicksal hart gebeutelt. Seine Ehefrau Jane wurde all zu früh vom Tod hinweg gerissen. Er steht alleine da als Sheriff dieses gottverlassenen Ortes und muss sich um seine Tochter Emely kümmern, die im Saloon aufwächst und dabei ist, flügge zu werden. Craig kann Verbrecher jagen und gewalttätige Cowboys zur Vernunft bringen; mit der Erziehung seiner Tochter ist er jedoch gänzlich überfordert.
Craig will verhindern, dass seine Tochter in Tombestone verkommt und verschickt sie gegen deren Willen mit Hilfe einer älteren Bekannten, der frustrierten Miss Cherbourg, nach San Franzisko in ein Mädcheninternat. Was der Vater jedoch nicht ahnt: Emely hat sich ganz unstandesgemäß in Joe, einem einfachen Cowboy, verliebt, von dem sie schwanger ist.

Die ungewollte Schwangerschaft und die daraus entspringenden gesellschaftlichen Probleme geben dem Stück die ideelle Basis für die Handlungsstruktur. In weniger als einer Stunde wird von der Theatergruppe in 16 Szenen die Geschichte von Emely und Joe erzählt, wobei der Zuschauer auch einige nicht uninteressante Schicksale in Nebenschauplätzen vorgestellt bekommt.

Joe, Emelies Geliebter, landet im Knast, Emely bringt ihr Kind im Mädchenpensionat zur Welt, ein Skandal! In Tombestone’s Saloon brodelt es: Jeder vermisst Emely. Becky, die heimliche aber unangefochtene Herrscherin im Saloon und damit am ganzen Ort, wäscht Craig Thomas den Kopf. Ein guter Vater steht zu seiner Tochter in schwierigen Zeiten. Die Katastrophe kann abgewendet werden, denn der Sheriff erinnert sich an seine Vatertugenden, eilt zu seiner Tochter und kann sein frisch geborenes Enkelkind aus den Klauen der verbitterten Miss Cherbourg entreißen.

Der Schluss ist versöhnlich aber nicht ohne tragisch-kritischen Unterton. Miss Cherbourg, die Emely vor großen seelischen Verletzungen bewahren wollte – sie handelt aus eigener leidvoller Erfahrung – verursacht in guter Absicht, wie wir es von Ödipus her kennen, noch viel größeres Leid.

Das Bühnenbild stellt sich ganz unspektakulär dar, kommt aber in Funktionalität und Handhabbarkeit einem Geniestreich gleich.
Clemens Kowalski, vom offenen Kunstverein in Potsdam, entwickelte ein System, das wie Lego-Bausteine funktioniert. Pflanzkisten lassen sich mühelos transportieren und übereinander türmen und stellen so Pforten, Tresen, Bänke, Gefängnismauern, Klosterzellen oder gar Bäume dar.
Entwickelt wurde das Stück in ständiger Auseinandersetzung mit den Teilnehmern von den beiden Theaterpädagogen Frau Nora Raetsch und Herrn Max Dalichow vom Offenen Kunstverein in Potsdam, dem Kooperationspartner der Oberschule Elstal im Rahmen eines vom Europäischen Sozialfonds und dem Ministerium für Bildung, Jugend und Sport geförderten Maßnahmepakets, das sich Initiative Oberschule nennt. Das Publikum konnte also an diesem Abend auch ein Stück weit „Europa“ in Wirkung erleben.

Am Schluss der Aufführung sparte das Publikum nicht mit Beifall. Zurecht!
Ob das Theaterprojekt an der Oberschule Elstal fortgesetzt werden kann, steht noch in den Sternen. Die Schule hat die nötigen Anträge für eine Weiterführung der erfolgreichen Arbeit gestellt, um eine gewisse Nachhaltigkeit bei den Schülern und den betreuenden Lehrern zu erreichen.
„Emely in trouble“ war unbestritten in diesem Schuljahr ein absolutes Highlight! Ein überzeugendes Argument für die Fortsetzung der Theaterarbeit im kommenden Schuljahr..

Elstal, den 28.06.09

G.Stängle
(Oberschule Elstal)

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Dieses Projekt wird im Rahmen der "Initiative Oberschule" (IOS) vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg, vom Europäischen Sozialfonds und der Bundesagentur für Arbeit gefördert. Die "Initiative Oberschule" (IOS) unterstützt Kooperationsprojekte zwischen Oberschulen und außerschulischen Partnern, die dazu dienen sollen, die Ausbildungsfähigkeit der Jungen und Mädchen an Oberschulen zu verbessern, ihre Sozialkompetenzen zu stärken und eine bessere Berufsorientierung zu garantieren. Gleichzeitig sollen durch IOS-Projekte die Kompetenzen der Lehrerinnen und Lehrer als wichtige Begleiter der Schülerinnen und Schüler auf dem Weg der Ausbildungsplatzsuche erweitert und die Oberschulen gestärkt werden.